childrenHope

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Ihre Hilfe bekommt ein Gesicht

 

Aktuelles

Workshop statt Straßenjob

am 4. März 2014

Das Leben für die Kinder und Jugendlichen im Slumviertel Balerio Estacio, in Guayaquil – Ecuador ist oft sehr langweilig. Außer Schulaufgaben und Fernsehen (wenn es einen im Haus gibt) haben sie keine Beschäftigungsmöglichkeit und wissen nicht, welche wertvollen Begabungen in ihnen stecken. Somit können sie sich oft gar nicht vorstellen, mehr aus ihrem Leben zu machen, als in einer Straßenbande zu enden. Seit 2 Jahren bieten wir im childrenHope-Community Center offene Workshops an, in denen sie die Chance haben, ihre Fähigkeiten zu entfalten und Interesse für Hobbies zu entwickeln, die für ihre Zukunft förderlich sind.

Der Malworkshop ist der Renner für Kinder von 4 bis 12 Jahren. Bei Bunt-, Wachsmalstiften und Aquarellfarben werden sie kreativ und entdecken ihre Begabungen auf spielerische Art. Vier einheimische Mütter arbeiten verbindlich in dem Workshop mit und werden von einem unserer Mitarbeiter angeleitet. Sie selbst konnten als Kinder keinem Hobby nachgehen und lassen sich nun darin schulen, wie man Kinder fördern kann.

Viele Kinder in Balerio Estacio sind auch musikalisch und tänzerisch begabt. Doch keiner von ihnen hätte die Chance, auf eine Musik- oder Tanzschule zu gehen, da die Eltern oft noch nicht einmal das Geld für die Fahrtkosten aufbringen könnten. In unseren Workshops haben sie nun die Chance, mehr aus ihren Talenten zu machen. Neben Gesang erlernen nun einige Kinder und Teenies ein Instrument, andere kommen regelmäßig zu einem Tanzworkshop. Immer wieder hören wir von Eltern, wie begeistert ihre Kinder von diesen Workshops sind und wie viel es ihnen bedeutet, dabei sein zu können. Selbst zu Hause wird noch getanzt und gesungen, um weiter zu üben.

Blas ist mit 12 Jahren der Älteste von vier Geschwistern und wohnt in einer engen Bambushütte. Sein Vater ist Alkoholiker und verbringt jedes Wochenende mit Freunden auf dem Fußballplatz beim Spielen und Trinken, wobei ihn Blas Mutter oft begleitet. Blas muss sich dann um die kleinen Geschwister kümmern und im Haushalt mithelfen. Statt Liebe gibt es für ihn meist nur harte Worte, wenn er seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Seit 2 Jahren kommt er in die Workshops und entschied sich bald für das Tanzen. Der Workshop ist ihm sehr wichtig geworden, er hat großes Talent und leitet nun auch neue Kinder an. Vor einigen Monaten spitzte sich seine Familiensituation so zu, dass er entschied, auf die Straße abzuhauen. Doch er fasste Mut, einer Workshop-Mitarbeiterin davon zu erzählen und um Hilfe zu bitten. Nach vielen Gesprächen und Hilfe in der Familiensituation entschied er sich, doch zu Hause zu bleiben. Jetzt ist er sehr glücklich über diese Entscheidung und möchte weiter gefördert werden, um mehr aus seinem Leben zu machen, als auf der Straße zu arbeiten.

So geht Patenschaft

am 4. März 2014

Seit mehr als 10 Jahren vermitteln wir Patenschaften für unsere Kinder in den ChildrenHope-Häusern. Weit über 100 Personen nutzen schon diese Möglichkeit mittel-  oder längerfristig ganz konkret in das Leben von Kindern zu investieren. Immer wieder erreichen uns Feedbacks von Paten und Kindern durch die deutlich wird, wie besonders diese Patenschaften sind.

Pate zu sein, bedeutet, dass sich eine Person für einen Zeitraum festlegt, in dem es ein Kind mit einem festen finanziellen Betrag  ab 30,- Euro begleitet. Dieser Betrag wird dazu verwendet, die Grundbedürfnisse der Kinder an Wohnen, Essen, Spielen aber auch Schule und Ausbildung mit abzudecken. Jeder Pate bekommt ein Kind oder Teenager vorgeschlagen, und erhält von ihm ein Bild und kurze persönliche Informationen.  Die Patenschaft ist für Kinder und Teenager bestimmt, die wir kontinuierlich in unseren Häusern begleiten. Für die Zeit der Patenschaft fördern wir die Kontaktaufnahme der Kinder und Teenager mit ihren Paten, durch Briefe und auch allgemeinere Rundschreiben der Länder. Aber auch von Paten erreichen uns immer wieder persönliche Zeilen an „ihre“ Patenkinder.

Statements von Paten:

„Ich unterstütze die Arbeit, weil ich diese Arbeit für sehr effektiv und erfolgreich halte.
Bewundernswert ist, dass die Mitarbeiter nicht einfach Ihren „Job“ machen, sondern mit der Not und den Umständen vor Ort identifiziert sind.
Die Finanzen erreichen direkt Kinder in ihrer Not – und ich weiß es kommt an!“
Rainer Schramm, Inhaber DISATEL

„Wir sind von der Arbeit begeistert und haben unseren Verwandten deshalb eine Patenschaft geschenkt. Meine Mutter fand die Idee so gut, dass sie noch eine weitere Patenschaft übernahm. Mit einem kleinen Beitrag eine große Wirkung erzielen!“
Anke Ebe und Familie, Erzieherin

Neue Mitarbeiterin für Patenschaften

am 5. Februar 2014

Mitarb f Patenschaften

„Seit Anfang Oktober 2013 engagiere ich mich ehrenamtlich für die Patenschaften von childrenHope.
Im Alter von 14 Jahren bin ich gemeinsam mit meinen Eltern und Geschwistern nach Lima, Peru gezogen, wo meine Eltern seither mit Straßenkindern arbeiten.
Ich habe eine andere Welt mit anderer Kultur und Nöten kennengelernt. Dies hat Spuren in meinem Leben hinterlassen und meinen Blickwinkel erweitert. Ich konnte sehen, wie die Menschen in den gefürchtetsten Vierteln Lateinamerikas um ihr Leben kämpfen. Viele Kinder haben ganz andere Nöte wie ich es aus meiner Kindheit in Deutschland kannte. Als wir Kinder und Jugendliche in unserer Familie aufnahmen, konnte ich miterleben, aus welchen Verhältnissen die Kinder kamen und wie sehr Liebe und Geborgenheit das Leben einzelner verändert, um in die Zukunft blicken zu können. Für mich ist es eine große Freude, mich für die Kinder von childrenHope einsetzen zu können.

Sie können mit Ihrer finanziellen Unterstützung ein Teil sein, Straßenkindern eine Zukunft mit Perspektive zu ermöglichen.
Ihre Hilfe ist kostbar und kommt bei den Kindern an!“

Ann-Caroline Reuss

Sucres Uferböschung gesichert

am 30. Januar 2014

Dank tatkräftiger Unterstützung der Schweizer Botschaft, sowie der Stadt Yotala, konnten Wellenbrecher für den Fluss gebaut werden, der an dem childrenHope-Kinderhaus in Sucre, Bolivien vorbeifließt und im vergangenen Winter Teile der Uferböschung mit sich gerissen hatte. Danach war schnelles Handeln geboten, da weitere Teile des Grundstückes, das ehemaligen Straßenkindern ein Zuhause bietet, drohten unterspült und vom Fluß fortgerissen zu werden. In diesem Jahr begann die Regenzeit ungewöhnlich spät, so dass die Wellenbrecher gerade noch rechtzeitig fertiggestellt werden konnten, bevor der Fluss stark anstieg. Nun stehen an der Stelle, an der der Fluß zuvor mit seiner ganzen Macht das Gelände traf, drei Konstruktionen aus Steinkörben, die die Strömung des Flusses umleiten und als Wellenbrecher fungieren. Die Kinder können nun wieder sicher spielen und sagen DANKE! für alle Unterstützung! Bau G 3

Bau der Wellenbrecher

Bau G 1

Fertige Wellenbrecher

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Leipziger Volkszeitung fördert Kita in Argentinien

am 10. Januar 2014

Prominente malten Bilder, die für einen guten Zweck versteigert wurden. Zum wiederholten Mal war die Kita der TOS Dienste International e.V. im Armenviertel Punta de Diamante in San Salvador de Jujuy im Norden Argentiniens unter den Projekten, die mit diesen Spenden unterstützt werden konnten. Diesmal gingen die Spenden speziell an das Projekt „Materialien für Musikalische Früherziehung, didaktische Spiele, Rollenspiele“.

Die Kindertagesstätte liegt mitten im Armenviertel Punta de Diamante. Das Viertel ist geprägt von einer hohen Rate an Jugendkriminalität. Viele Jugendliche sind selber schon früh Eltern und mit der Erziehung ihrer Kinder total überfordert.

Die Kindertagesstätte wird von einem argentinischen Ehepaar gemeinsam mit Mitarbeiterinnen aus dem Armenviertel geleitet. Täglich kommen 15 Kinder von 1,5 bis 6 Jahren. In der Regel gibt es zu Hause nur die Mutter, einige Geschwister und oft wechselnde Väter. Zusätzlich gibt es 2-3 mal wöchentlich nachmittags Angebote, die für Kinder bis zu 14 Jahren geöffnet sind, und zu denen bis zu 60 Kinder kommen.

Camp für benachteiligte Kinder in Peru

am 17. April 2012

Das Team in Lima/Peru veranstaltete während der peruanischen Sommerferien ein Camp, an dem neben den Kindern des Transformatoren-Hauses auch sozial benachteiligte Kinder des Armenviertels „La Victoria“ teilnahmen. Die deutsche Schule in Lima stellte dafür ein Freizeitgelände im nahegelegenen Huampaní zur Verfügung. So eine geräumige und gepflegte Anlage hatten viele der Kinder noch nie gesehen. Als „Wohnung“ dunkle Verschläge gewöhnt, die allzu oft mit Streit, Sorgen und Gewalt gefüllt sind, genossen sie in vollen Zügen die diversen Sportmöglichkeiten, das Schwimmbecken und die geregelten Mahlzeiten. In den fünf Tagen, die das Camp dauerte, konnte man regelrecht zusehen, wie sich die Kinder immer mehr entspannten und aufblühten.

Die Kinder des Transformatoren-Hauses erinnerten sich durch das Zusammensein mit den Kindern des Armenviertels an ihre eigene Herkunft und entdeckten viele Bereiche in denen sie die Traumata ihrer Vergangenheit bereits bewältigt und anderen Kindern viel zu geben hatten. Auf diese Weise erlebten auch sie eine Freisetzung in ihren Talenten und Begabungen. Jeder von ihnen veränderte sich und kehrte mit neuen Träumen und Perspektiven zurück.

Schuljahresanfangsfest in Paraguay

am 17. April 2012

Anlässlich des Schulstarts Anfang März veranstaltete das Team des Transformatoren-Hauses in Paraguay in einer Schule in unmittelbarer Nachbarschaft ein Schulfest. Den Schülern, die hauptsächlich aus armen und zerrütteten Familienverhältnissen stammen, wurden liebevoll präsentierte Snacks ausgeteilt und ein buntes Programm geboten. Durch ein kleines Theaterstück, das die Teenager des Trafo-Hauses für ihre Schulkamaraden eingeübt hatten, wurde den Schülern Anerkennung und Zukunftsperspektive vermittel. Normalerweise wird bei solchen Schulfesten Eintritt verlangt, um damit die Schulreinigung oder Materialien finanzieren zu können, da paraguayische Schulen wenig staatliche Unterstützung erhalten.

Die Veranstaltung war der Auftakt zu einem regelmäßigen Jugendtreff „onda plus“ im Garten des Trafohauses, das die Teenager in Zukunft selbst gestalten werden und im dem ganzen Barrio (Stadtteil) eingeladen wurde.

Neuer Start in Ecuador

am 17. April 2012

Mit einem größeren Mitarbeiterteam in der Startphase konnten wir mit einem neuen langfristig angelegten Projekt in Guayaquil, Ecuador beginnen. Innerhalb weniger Tage erreichten wir täglich ca. 130 Kinder und darüber hinaus bis zu 200 Erwachsene im Armenviertel Flor de Bastión, in dem bis zu 70.000 Personen in einfachsten Verhältnissen leben.

Regelmäßige Workshops für Kinder im Slum in Ecuador

am 16. April 2012

Flor de Bastión ist ein Slumgebiet Guayaquils, das von der Stadtverwaltung als der Bereich mit den größten Nöten beschrieben wird. Dort leben die Menschen in einfachsten Verhältnissen. Es gibt kein fließend Wasser und keine geregelte Müllabfuhr. Die Viertel sind so gefährlich, dass sie selbst von der Polizei gemieden werden. Überfälle, Gewalt und Bandenkriege können zu jeder Tageszeit geschehen.

Die meisten Menschen bewohnen kleine Hütten aus Bambus oder Holz und Wellblechdach, z.T. auf Stelzen gebaut, um sich vor Überschwemmungen in der Regenzeit zu schützen. Dort leben bis zu 8 Kinder auf engstem Raum, oft nur mit den z.T. sehr jungen Müttern und wechselnden „Stiefvätern“. Da die Eltern meist den ganzen Tag arbeiten müssen, werden die Kinder zuhause eingeschlossen. Auf Grund der hohen Kriminalitätsrate wäre es zu gefährlich sie draußen spielen zu lassen.
Bei dem Versuch der eingeschlossenen Kinder, für jüngere Geschwister Essen zu kochen, brennen nicht selten ganze Häuser ab. Die Kinder können nicht entfliehen und sterben qualvoll oder erleiden starke Verbrennungen. Das sind jedoch nur die Schäden, die nach außen sichtbar sind. Genauso schwerwiegend sind die Wunden, die das Gefühl des Verlassen-worden-seins hervorruft, das bei allen Kindern vorherrscht.

Seit zwei Monaten (Februar 2012) bieten wir in diesem Slumgebiet regelmäßig kreative Workshops für Kinder von 5-15 Jahre an. Zwischen 70-130 Kinder kommen, um die Tanz-, Handwerk-, Mal- und Spielworkshops zu besuchen und ein offenes Ohr für ihre Nöte zu finden. Schon diese einfachen Angebote wie Malen und Zeichnen bedeuten den Kindern ungeheuer viel, weil sie selbst fast keine Spielsachen und gar keine Bastelutensilien besitzen. Auch ältere Teenager bitten darum teilnehmen zu dürfen und Orientierung für ihr Leben zu erhalten.

Für die Zukunft sollen Räumlichkeiten angemietet werden, die den Kindern einen geschützten Ort zum Spielen bieten. Auch eine einfache Versorgung und Materialien für die Workshops sollen gewährleistet werden, damit die Kurse gratis angeboten werden können. Fernerhin soll eine Werkstatt eingerichtet werden, in der Jugendliche eine sinnvolle Beschäftigung und zugleich eine Ausbildung erhalten.

Kitaspaß für Ehemalige

am 15. April 2012

„Ihr seid echt groß geworden“ – das denken die Kita-Mitarbeiter regelmäßig, wenn sie nachmittags die Kita für die „Ehemaligen“ aus Punta Diamante öffnen. Bis zu 40 Kinder kommen regelmäßig, um in „ihrer“ Kita zu spielen, zu tanzen oder einfach für einen Nachmittag wieder „zu Hause“ zu sein. Im letzten halben Jahr konnten wir speziell für sie ein Programm mit Schwerpunkten auf Tanz und Theater anbieten.

Nicht nur die Kinder genießen die Zeit in der Kita. Die Mütter und manchmal auch Väter suchen Gelegenheiten, ein wenig länger als nur eine Abholzeit in der Kita zu verbringen. Für sie bieten wir regelmäßig offene Nachmittage an, an denen sie gemeinsam mit ihren Kindern in der Kita spielen und singen können, Hilfe in vielen praktischen Fragen bekommen.